Quartierscoaches für Digitales

Eine feste Ansprechperson ist in vielen Situationen ein Vorteil. Das Wissen um den Kenntnisstand, die Arbeitsumgebung und die Besonderheiten ermöglichen schnelle und zielgerichtete Hilfe und Informationen, auch in digitalen Themen. Auf die Dauer entsteht ein Vertrauensverhältnis, in dem beide Teilnehmende auf Augenhöhe kommunizieren können.

Anleitung / Schritte

Die Grundidee der Quartierscoaches für Digitales ist es, dass geschulte Ehrenamtliche im Quartier Lernorte und vertrauensvolle Begleitung anbieten. Sie ermöglichen Bürger*innen die ersten Schritte in die digitale Welt.

Im Mittelpunkt steht, dass jede interessierte Person eine feste Ansprechperson zur Seite gestellt bekommt. Es entsteht also eine Art Patenschaft.

Diese besondere, auf einen längeren Zeitraum angelegte Situation, erfordert, dass der oder die Ehrenamtliche zunächst selbst in das Themenfeld eingeführt und auf die besondere Situation vorbereitet wird.

Inhalte der Einführung sollten sein,

  • Erkennen der Bedürfnisse und Motive der Hilfesuchenden und angemessene Reaktionen darauf.
  • Einführung in technische Methoden der Begleitung (Remote-Wartung, Video-Chat).
  • Alltagsnahe Themen älterer Menschen im Bereich der Digitalisierung (z.B. ÖPNV, Anträge oder die Stadtbibliothek).

Im Hintergrund sollte ein Austausch zwischen den unterschiedlichen Ehrenamtlichen organisiert werden, damit ein gemeinsames wechselseitiges Lernen und eine Weiterentwicklung ermöglicht wird. Hierzu wird eine hauptamtliche Koordination empfohlen.

Quartierscoach und hilfesuchende Person treffen sich ortsnah im Quartiersbüro oder in der Begegnungsstätte des Quartiers.

Die Gründe für die Kontaktaufnahme können vielfältig und an den Lebenswelten orientiert sein. Die Ehrenamtlichen sollten ihre Privatsphäre schützen und von der Einrichtung/Organisation Geräte und Kontaktwege (E-Mailadressen / Telefonnummern) gestellt bekommen.

Das Konzept könnte auf Besuche in der eigenen Häuslichkeit ausgeweitet oder als generationenübergreifendes Vorhaben realisiert werden.

Weitere Hinweise

Ziel und Zielgruppe:

Ältere Einsteiger*innen mit besonderem Hilfebedarf, ggf. Fremdsprachen

Anzahl der Teilnehmenden:

1:1 oder bei Bedarf in Kleinstgruppen

Zeit / Dauer:

Beratungen & Begleitungen bei Bedarf und nach Absprache

Benötigte Materialien:

Vorbereitende Schulung, Begleitung der Gruppe, techn. Ausstattung

Räumliche Voraussetzungen:

Gruppenraum, Büro

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